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19.3.2008 von franzi.
Eigentlich unterhalten sich ja nur langweilige Leute über´s Wetter - aber hey, ich steh´ dazu auch mal langweilig zu sein
Heute war´s ja mal richtig geil.
Morgens verscheuchte mich noch penetranter Sprühregen vom Balkon und das gemütliche Gutenmorgenkippchen wurde zu einer Schnellrauchfluppe. Den Kaffe hatte ich gleich drinnengelassen - war alles nicht schön!
Heute Mittag, zwischen 13.09 Uhr und 13.27 Uhr schien sich die Sonne die Seele aus dem Leib, was ich natürlich SOFORT nutzte und ein Sonnenbad nahm.
Ich hätte Sonnecreme benutzen sollen - fiel mir dann hinterher auf.
Ja, ich hab´ den ersten Sonnenbrand der Saison . Nur einen kleinen, aber es ist definitiv einer.
Außerdem führte die ungehemmte Sonnenstrahlkraft dazu, dass meine Laune rapide anstieg und ich mit einem Liedlein auf den Lippen zur Arbeit hüpfte - den Graupelkörnern und Schneeflocken sozusagen fast ausweichend.
Meine Chefin zweifelte ein wenig an meiner geistigen Gesundheit, aber dass machte mir auch nichts aus.
Die gute Laune hält nach wie vor an und seien Sie froh, dass Sie das alles hier nicht verbal erzählt bekommen, denn ich komm dem Thempo meiner Gedanken schon fast selber nicht mehr hinterher.
Ich hab´ nämlich die dumme Angewohnheit immer schneller zu sprechen, wenn ich aufgeregt bin, und ja, heute bin ich aufgeregt gut gelaunt - sozusagen. ![]()
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16.3.2008 von franzi.
Da sitzen wir also beim Abendessen, eine Freundin des Kindes (ebenfalls 9 J.) ist da, und essen nichts ahnend unser (übrigens ganz fantastisches) Gulasch. Plötzlich fangen die beiden Mädels an, ihre “Wunden” des Tages zu vergleichen, steigern sich dann zu denen der Woche und zu denen “die überhaupt” die allerschlimmsten sind.
Es wird gezeigt und sich an einigen Körperstellen freigemacht zum besseren Guckenkönnen und kleine wilde Geschichten werden erzählt.
Später ist mir dann aufgefallen, dass sich die “Wichtigkeit” meiner Narben nicht an ihrer Größe festmachen lässt. Ich habe winzig kleine Narben, lange Narben, runde Narben, gezackte Narben, feine Narben und dicke Narben…
Bei vielen habe ich schon längst vergessen, woher und weshalb ich sie hab. Manche trage ich mit Stolz oder Erfurcht, und manche verstecke ich, so dass sie “nur im Geheimen” da sind.
Das es eben diese Narben zu sein scheinen, diejenigen ohne Geschichte, die als Erstes verblassen, egal wie groß und tief (oder auch nicht) sie waren, kommt mir merkwürdig genug vor, um hier ein wenig über sie laut nachzudenken.
Ich meine, dass mit dem Verblassen ist an und für sich eine richtig gute `Erfindung´, denn würde man alle Narben, die ich jemals hatte noch an mir sehen, man sähe an manchen Stellen des Körpers kaum noch etwas anderes - bin nicht so die Unfallvermeidungsversierteste
Und die Narben, deren Ursache in einer Seifenoper die meisten Dramapunkte oder Fanmail bekämen, die bleiben auch am längsten … vielleicht sogar für immer, wer weiß das schon …
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7.3.2008 von franzi.
… gestern …. auf dem Weg zur Arbeit. Eigentlich noch nicht ganz wach, von “fit” reden wir mal erst gar nicht.
Auf Höhe der Glas- und Papiercontainer, in die ein Mensch(Person A) fleißig und ordentlich sein Altpapier und seine Flaschen entsorgt , erlausche ich folgende Szene …
Person B [steht an seinem Auto und notiert sich das Nummernschild von Person A]:
(erbost) … Mal sehen was ich da machen kann! Wissen´se ich arbeite bei ´ner Behörde! Da kennen wir so Leute wie Sie!
Person A:
(Wirft gelassen weiter sein Altpapier in die Container) … Ja, wenn Sie meinen. Wo ist eigentlich Ihr Problem?
(und mit dezent sarkastischem Unterton:) Und was für Leute kennen SIE denn?
Person B:
(mit sich fast überschlagender Stimme) … So Leute wie Sie, (kurze Pause) Sie, Sie … können doch Realität und Wahn nicht auseinander halten!!!
Person A:
(Ist inzwischen fertig mit Entsorgen) Na dann würde ich mir mal überlegen, ob SIE nicht psychologische Hilfe in Anspruch nehmen sollten. (Steigt in sein Auto und fährt los)
Person B:
(Stutzt, guckt doof, schüttelt die Faust dem davonfahrenden Auto hinterher und brüllt halblaut:) … Du Arschloch, dir werd ich´s zeigen!
….
Mensch, Probleme haben die Leute … und das noch vor´m Wachwerden.
Natürlich hat Person A einen Regelverstoß begangen und vor 8.00 Uhr morgens die Container in einem Wohngebiet benutzt. Schlimm das, also wirklich, wie kann er nur!
Person B scheint noch nie in dieser Situation gewesen zu sein, oder entsorgt seinen Wertstoffmüll gar generell nicht auf diese Weise, oder vielleicht hat er schon länger keinen Sex mehr gehabt, oder er muss in seine “Behörde” und hat keinerlei Spaß an seinem Job - armer Mensch [*Tüte Mitleid aufmacht*].
Aber so einen Aufstand zu machen, na ich weiß nicht …
Durch das Gebrülle von Person B sind bestimmt mehr Leute entgültig wachgeworden, als durch das Entsorgen der Flaschen und des Papiers - zumal 7.00 Uhr morgens ja nun nicht mitten in der Nacht ist und die meisten Leute um diese Uhrzeit eh aufstehen und/oder zur Arbeit müssen.
Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die Leute keine anderen Sorgen haben.
Nachtrag: Ich hab nochmal nachgeschaut. Man darf Werktags sogar schon ab 7.00 Uhr seine Flaschen und so Zeug entsorgen … was die obige Szene nur in noch mehr ins Lächerliche zieht….
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4.3.2008 von franzi.
Der Tag fing schon gut an … heute Morgen zur Frühschicht geeilt, ohne Frühstück (Kaffee & Kippe), und die ganze Schicht irgendwie neben mir gestanden.
Nach der Arbeit also gemütlich ein Kippchen angezündet und zum Geldautomaten geschlendert. An selbigem das Portemonaie aus der Handtasche gekramt, natürlich mit rechts, der kippenhaltenden Hand. Die Kippe ausgetreten, ohne hinzugucken, Geldgezogen und von dannen marschiert.
Irgendwie roch es da am Geldautomaten merkwürdig…
Der geneigte Leser mag ahnen, was mir minutenlang nicht auffiehl…
Nach ca. hundert Metern hatte ich das gezogene Geld und die EC-Karte dann auch wieder ordnungsgemäß in meiner Geldbörse verstaut und wunderte mich gerade, was denn hier immernoch so merkwürdig riecht, als ich ein dünnes Rauchfähnchen aus meiner Handtasche aufsteigen sah.
Ich kann Ihnen versichern, dass ich (nach der ersten Schrecksekunde) noch nie so schnell und so bereitwillig meine Handtasche auf dem Gehsteig ausgeleert habe.
Glücklicherweise brannten “nur” sämtliche Kassenbons und Notitzzettel, die sich da in meiner Handtasche seit geraumer Zeit angesammelt hatten.
Meine Freundin kommentierte grinsend:
“Auch ´ne Art, deine Handtasche zu entrümpeln”
- womit sie zweifellos Recht hat!
Ich muss aber zugeben, dass mir diese eine Erfahrung reicht ![]()
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