Wie machen das andere Eltern bloß?

Achja, es ist schon toll, so ein Kind zu haben.
Besonders, wenn das Kind alles (Klamotten, Spielzeug, Schulmappe, Schulbücher usw.) vorm & unterm  Hochbett „deponiert“ und dann nachts um halb drei – in einem Anfall von M-D-Grippe – in hohem Bogen vom Hochbett kotzt.
Das sind so die Momente, in denen ich mich frage, wie andere Eltern in solchen Momenten  liebevoll den kranken Nachwuchs „betütteln“ können.
Ich könnte einfach ausrasten.
Nicht nur, dass ich mir (ist schließlich Dauerthema) den Mund fusselig rede, dass sie ihr Zeug nicht überall hinschmeißen soll / gefälligst aufräumen soll.
Nein, in solchen Momenten, wenn dass Kind sich in Bauchkrämpfen windet und alles vollgekotzt ist, und ich schlaftrunken zwischen jammerndem, armen Kind auf dem Sofa im Wohnzimmer, dem Wasserkocher für Wärmflasche & Teekochen,
dem Kinderzimmer (um den Mist saubermachen, alles ins Bad verfrachten und in der Wanne sauberzumachen)
und dem Bad mit voller „Spuck- Schüssel“ wie ein Zombie hin und her schlurfe,
frage ich mich, wie andere Eltern bei sowas gelassen und ruhig bleiben können.
Ich frage mich, woher andere Eltern die Ruhe nehmen – auch mitten in der Nacht den Scheiß einfach zu machen und trotzdem liebevoll das arme Kind beruhigen und betütteln
und es nicht anknurren und nicht vollmaulen.
Wie zum Teufel machen die das?
Und das Schlimme ist, mir tut das Kind wirklich leid, wie es da so wie ein Häuflein Elend vor sich hin leidet und ich bin trotzdem  nicht wirklich „verständnisvoll“, sondern innerlich auf hundertachzig.

Ich bin jetzt, nach gut ´ner Stunde Saubermachen „WACH!“, und das, obwohl ich eigentlich total kaputt und müde bin, war es das jetzt wohl erstmal mit Schlafen.
Immerhin geht´s dem Kind in soweit besser, als dass sie – auf der Besuchermatratze – eingeschlafen ist und sich hoffentlich ein wenig erholt.

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